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Bürgermeister Krapf erhält vom Kösslmühlkomitee ein Liebstattherz
In der Ausgabe der Oö. Nachrichten vom 13. März 2018 ist ein Kurzartikel "Ein bittersüßes Lebkuchenherz" von Herrn Edmund Brandner zur Übergabe unseres Liebstattherzens mit der Aufschrift "Ein Herz für das Stadtbild!" erschienen.

Gmunden: Lebkuchenherz mit Beigeschmack
Die Kritiker des umstrittenen Kösslmühl-Bauvorhabens in Gmunden schenkten Bürgermeister Krapf am Liebstattsonntag ein bittersüßes Lebkuchenherz.
Liebstattsonntag Bürgermeister Stefan Krapf nahm das Herz mit Humor entgegen. Bild: privat

Die Kritiker des Kösslmühl-Bauprojekts überreichten Gmundens Bürgermeister Stefan Krapf am Liebstattsonntag ein Lebkuchenherz mit Beigeschmack. „Ein Herz für das Stadtbild“ stand auf dem Traditionsgebäck, das das Ehepaar Elisabeth und Konrad Meingast stellvertretend für das „Kösslmühlkomitee“ Krapf auf dem Rathausplatz schenkten. Bekanntlich haben die Kritiker des Projekts Sorge um das Erscheinungsbild der Stadt, wenn das Wohnbauprojekt am Ufer der Traun errichtet wird. Gmundens Bürgermeister nahm das Geschenk mit Humor.

Das Herz für den Bürgermeister mit der entsprechenden Aufschrift
 


Zwei erfreuliche Artikel in der Stadtzeitung „Mittendrin“ von FPÖ und Grünen
Da darin der Argumentation unseres Komitees gefolgt wird, sollen die beiden Artikel hier wiedergegeben werden. Sie sind ganz in unserem Sinn.



Das Komitee hat einen Offenen Brief an den Bürgermeister, Gemeindevertreter und die OÖN folgenden Inhalts gerichtet:

KOMITEE ERHALTUNG KÖSSLMÜHLE
p. A. Dr. Konrad Meingast
4810 Gmunden, Linzer Straße 5

Offener Brief an die Stadtgemeinde Gmunden
z. Hd. Herrn Bürgermeister Mag. Stefan Krapf

Gmunden, am 9. Dezember 2017

Betrifft: GEFÄHRDUNG DER KÖSSLMÜHLE UND DER TRAUNPROMENADE

Sehr geehrter Herr Bürgermeister!
In der konstituierenden Sitzung des Gemeinderates am 27. Oktober 2015 haben Sie in der Erklärung zu Ihrem Amtsantritt erfreulicherweise die „ERHALTUNG DER ALTSTADT“ als Ihr  e r s t e s  Ziel genannt.
Da im Gestaltungsbeirat über einen etwaigen Neubau der Kösslmühle beraten werden wird, bitten wir Sie, uns folgende Fragen zu beantworten:
1)  Welche Schritte wurden unternommen oder können unternommen werden, 
     - um einen altstadtgerechten Umbau mit Entkernung zu bewirken
     - oder zumindest die stadtseitige Fassade mit ihren historischen Elementen
        in einen eventuellen Neubau zu integrieren und damit das Stadtbild zu erhalten?
2)  Wie sieht das Gesamtkonzept aus (Gebäude, Zufahrt allgemein und
     Rettungseinsätze, behindertengerechte Brücke über Bootsgaragenzufahrt durch
     Traunpromenade)?
3)  Werden die Gmundner und die Gäste unserer Stadt für die Bauzeit von vielleicht
      zwei Jahren vom Naherholungsgebiet Traunpromenade ausgesperrt?
4)  Wie viele Bäume müssten für die Errichtung einer Baustraße gefällt werden? 
     Welche Hangsicherungsarbeiten wären erforderlich?
5)  Wer zahlt die Kosten für Errichtung und Rückbau einer Baustraße samt aller
     Nebenanlagen und haftet für alle eventuellen Schäden (in der Traunpromenade
     liegender Hauptkanal der Traunseegemeinden und Uferlinie besonders gefährdet)?
     Wie werden diese Verpflichtungen vor einer etwaigen Genehmigung sichergestellt? 
6)  Die Traunpromenade wäre jedenfalls auf unabsehbare Zeit ruiniert – wer könnte
     das verantworten?
Mit freundlichen Grüßen
KOMITEE ERHALTUNG KÖSSLMÜHLE
Karlheinz Eder, Mag. Holger Höllwerth, Hans Kienesberger, Dipl.-Ing. (FH) Werner König, OSR August Mayer, Dr. Konrad und Mag. Elisabeth Meingast, Dr. Martin und Ursula Mock, Isabella Nagl, Dipl.-Ing. Hermann Preinerstorfer, Mag. Franz Pucher, Dipl.-Vw. Monika und Kristian Schick, Mag. Heinz Schießer, Regina Tausch, Roswitha Zellinger im Namen zahlreicher Unterstützer
gezeichnet: Dr. Konrad Meingast
Kopien an Herren STR. DI Kassmannhuber, StADir. Dr. Pseiner und Baudir. Ing. Stadler

Bei der Fahrt mit der "Gisela "  Infos über unser Komitee geliefert
Am 26. Oktober 2017 hat das Kösslmühlkomitee auf der „Gisela“ bei ihrer Fahrt zum Winterhafen in Rindbach unser Anliegen vorgestellt und bei dieser Gelegenheit an die Gäste diesen Handzettel verteilt: 


Wieder eine Besprechung mit dem Bürgermeister
Am 25. Oktober 2017 traf sich eine kleine Abordnung des Kösslmühlkomitees beim Bürgermeister Mag. Stefan Krapf, um von ihm Auskunft über den aktuellen Stand der Planungen zu erhalten. Die Teilnehmer des Kösslmühlkomitees haben dabei die Gelegenheit genutzt, den Bürgermeister Mag. Stefan Krapf an seine Versprechen vor der Gemeinderatswahl zu erinnern, die er in der Stadtzeitung euphorisch zum Thema Stadtbild geäußert hat.  

Nächstes Schreiben an den Gestaltungsbeirat
Dr. Konrad Meingast hat per E-Mail am Montag, den 9. Oktober 2017 ein weiteres Schreiben an die Mitglieder des Gestaltungsbeirates geschickt. In diesem erläutert er mit klaren Worten die derzeitige Situation und die Vorstellungen des Kösslmühlkomitees. Der Inhalt des Schreibens kann ebenfalls im Abschnitt "Dokumente unserer Arbeit" nachgelesen werden.

Brief an Landeshauptmannstellvertreter Dr. Haimbuchner
Am 8. Oktober 2017 hat OSR August Mayer diesen Brief an Landeshauptmannstellvertreter Dr. Manfred Haimbuchner verfasst und an diesen auch weitergeleitet. Bisher reagierte der Politiker noch nicht auf dieses Schreiben.

Sehr geehrter Herr Dr. Haimbuchner!
Ihr Artikel „Neubau versus Sanierung“ in der Immobilienzeitung der Maximilianhof Immobilien GMBH auf Seite 5 gefällt mir und vielen Gmundner Bürgerinnen und Bürgern sehr gut. Der Untertitel lautet: “Sanierung bestehender Gebäude wirkt der Bodenversiegelung und der Verödung von Ortskernen entgegen“. Da sprechen Sie mir aus dem Herzen!
Nur muss ich Ihnen leider mitteilen, dass gerade diese Firma aus Altmünster in Gmunden anderes vorhat. Da soll ein wertvolles, historisches Gebäude – die Kößlmühle - abgerissen werden und einem Gebäude mit Luxuswohnungen (…wahrscheinlich für lauter Zweitwohnbesitzer….) weichen. Diese alte Mühle besteht schon seit mindestens 1334 und war für die Versorgung Gmundens sehr wichtig, außerdem spielte sie eine wichtige Rolle beim Salztransport auf der Traun.
Gmunden gehört zu den „Historischen Städten“ und muss auf wichtige Gebäude achten. Diese Mühle ist am Traunausfluss ein oft fotografiertes Objekt mit dem „Runden Eckturm“ und dem Schloss Grueb (heute Gerichtsgebäude) und der Kurzmühle am anderen Ufer, die unter Denkmalschutz steht. Das ist ein wunderbares Ortsbild, das man erhalten muss!
Ein Gutachten von Dr. Idam, einem Gutachter für Denkmalschutz und Ortsbild aus Hallstatt, bestätigt die wichtige Erhaltung der Kößlmühle.
Der Gestaltungsbeirat hat schon zweimal die Vorschläge des Bauwerbers abgelehnt! Nun hat diese Immobiliengesellschaft im August, ohne Ansuchen und ohne behördliche Genehmigung, begonnen, die Vorderfront der Mühle abzureißen. Dazu rückte ein Bagger an, der einen Teil des Giebels zerstörte! Empörte Bürger verständigten den Bürgermeister, der eine „Baueinstellung“ verfügte. Ich bin entsetzt, dass so etwas geschehen konnte und der Bürgermeister eingreifen musste!
Ich will Ihnen diese Tatsachen mitteilen, weil Ihr hervorragender Artikel in eine ganz andere Richtung geht, als die Immobiliengesellschaft aus Altmünster derzeit in Gmunden vorhat.
Man könnte eine Jugendherberge (….fehlt in Gmunden…), Seniorenwohnungen (…direkt neben einem Altenheim…), ein Gesundheitszentrum, Startwohnungen usw. für junge Familien  statt siebzehn Luxuswohnungen errichten, unter Beibehaltung der historischen Fassade und damit unser historisches Ortsbild erhalten.

Mit freundlichen Grüßen
August Mayer

P.S.: Ich sende Ihnen diesen Brief m Namen vieler Gmundner Bürgerinnen und Bürger, im Namen vieler Mitglieder des Gmundner Musealvereins dessen Obmann ich bin und im Namen des Komitees zur Erhaltung der Kößlmühle.
Als Dokumentation sende ich Ihnen zwei Fotos der Kößlmühle.





Kommentar auf die sog. Beseitigung des Baumes vom Dach des Gebäudes
Sehr intensiv haben sich die Mitglieder mit den vor Kurzem von der Maximilianhof GesmbH durchgeführten Beseitigung eines umgestürzten Baumes beschäftigt.
Dr. Konrad Meingast hat diese Aktion folgendermaßen kommentiert und den Text auch an die OÖN zur Veröffentlichung weitergeleitet:

Brutal und illegal:  Versuchte Zerstörung der Kösslmühlfassade

 
Wie dieses Bild zeigt und Augenzeugen berichten, ist die Giebelmauer nicht „beim Entfernen eines Baumes umgefallen“.
Ohne behördliche Genehmigung haben die Eigentümer der Kösslmühle den Bagger angesetzt, um Teile der Fassade zum Einsturz zu bringen.
Wir Gmundner lassen weder die Kösslmühle noch solche Bräuche einreißen.
Aufmerksame Bürger haben den Baggerangriff im Rathaus gemeldet, worauf der Bürgermeister die Arbeiten polizeilich einstellen ließ und den Sachverhalt bei der Bezirkshauptmannschaft angezeigt hat.
Wir werden mit allen rechtlichen und politischen Mitteln für die Kösslmühle kämpfen.
Leider ist dieser Kommentar in den OÖN nicht wortgetreu und ohne dieses aufschlussreiche Foto veröffentlicht worden.

Rundschreiben an die Mitglieder des Musealvereins
Angesichts der Demolierung eines Teils der Südfassade des Kösslmühlgebäudes hat der Obmann des Musealvereins August Mayer ein Rundschreiben an die Mitglieder des Musealvereins mit dem Aufschrei "Ich bin entsetzt" verfasst. Es ist im Abschnitt "Dokumente unserer Arbeit" nachzulesen.

Neuer Leserbrief an die OÖN
August Mayer hat nach der mutwilligen Beschädigung der Südfassade den folgenden Leserbrief verfasst und diesen diversen Medien zugeschickt. In den OÖN wurde er am Dienstag, den 12. September 2017 veröffentlicht.

Kößlmühle – Quo vadis?
Gmunden gehört zu den historischen Städten, daher muss sich die Stadtgemeinde Gmunden für den Erhalt des historischen Stadtbildes einsetzen. Die Kößlmühle ist für Einheimische und Touristen zum oft fotografierten historischen Stadtbild am Traunausfluss mit dem „Runden Eckturm“, mit dem Schloss Grueb - heute Gerichtsgebäude - und mit der Kurzmühle geworden. Dieses markante Bauwerk (schon 1354 nachgewiesen) ist ein Gebäude, das jahrhundertelang als Mühle zur Versorgung der Gmundner Bevölkerung beitrug und eine wichtige Rolle in der Geschichte des Salztransportes mit den Traunern innehatte. Sonderbar ist, dass die Kößlmühle nicht unter Denkmalschutz steht, sondern nur als erhaltenswürdig eingestuft wird. Die Kurzmühle am anderen Traunufer steht unter Denkmalschutz!Keine Baugenehmigung, keine Zustimmung des Gestaltungsbeirates, kein Abbruchbescheid…..! Dann dies: ein Baum stürzt um und beschädigt angeblich das Dach. Da müssen „ungeschickte“ Forstarbeiter als Argumentation herhalten, die beim Versuch, diesen zu entfernen, gleich auch den Giebel so stark beschädigen, dass dann ein Bagger anrücken muss, um ein riesiges Loch in die Vorderfront zu schlagen und der Bürgermeister muss die Arbeiten einstellen lassen, damit nicht mehr von dieser Vorderfront abgerissen wird. Ich kenne nur Forstarbeiter, für die die Entfernung eines umgestürzten Baumes tagtägliche Arbeit ist. Die können das bestimmt, ohne beträchtlichen Schaden an Gebäuden anzurichten. Wieso kann man dieses Haus nicht entkernen, die Außenansicht belassen und damit das Stadtbild erhalten und das Gebäude einer Nutzung zuführen? Zum Beispiel als Jugendherberge (fehlt in Gmunden!), als Seniorenresidenz (Ergänzung zum Haus St. Josef?), als Gesundheitszentrum (Kurstadt Gmunden?), als Haus mit Startwohnungen für junge Familien (hilft gegen Abwanderung!)… usw. Warum sollte die Stadtgemeinde einen rechtsgültigen Bebauungsplan ändern? Ich bin schon neugierig, wie die Gemeinderäte auf diese Situation reagieren. Quo vadis Kößlmühle?
August Mayer

Schreiben an den Gestaltungsbeirat
Im Namen der Mitglieder des Kösslmühlkomitees  und zahlreicher Unterstützer hat Dr. Konrad Meingast  am 12. Juli 2017 ein Schreiben an die Mitglieder des Gestaltungsbeirates Architektin DI Olivia Schimek-Hickisch, Architekt DI Gerhard Sailer, Architekt DI Josef Schütz, Architektin DI Brigitte Huber-Theissl, Landeskonservatorin Hofrätin Dr. Ulrike Knall-Brskovsky, Architektin DI Mag. Eva Lettl und Hofrat DI Herbert Puchhammer geschickt, in dem der Verfasser die Experten über die aktuelle Lage in Sachen Kösslmühle ausführlich informiert. (Der gesamte Inhalt des Schreibens steht im Abschnitt "Dokumente unserer Arbeit".

Strategien erarbeitet
Am Freitag, dem 16. Juni 2017, fand um 17.30 Uhr das nächste Treffen statt. In diesem wurde unsere weitere Strategie ausführlich diskutiert, und die anwesenden Komiteemitglieder haben sich auf einige grundlegende Maßnahmen geeinigt. Diese sollen dazu beitragen, dass die Vereinigung auf alle allfälligen Entscheidungen von Seiten der Gemeinde und der Liegenschaftseigentümer (Maximilianhof) wirkungsvoll und rasch reagieren kann.

Vorsprache beim Bundesdenkmalamt in Linz
Am 8. Mai 2017 traf sich eine Abordnung des Komitees mit einer Vertreterin des Bundesdenkmalamtes in Linz, um mit dieser über die Erhaltung der Kösslmühle zu sprechen. Die Ergebnisse der Vorsprache waren nicht recht ermutigend.  Die Erwartungen des Komitees haben sich nur zum Teil erfüllt.

Gutachten von Dr. Friedrich Idam zur Kösslmühle vom 7. März 2017
Ein ganz frühe und wichtige Aktion  des Kösslmühlkomitees war die Erstellung eines Gutachtens über die denkmalpflegerische Bedeutung der Kösslmühle. Dafür gewann das Komitee Prof. Dipl.-Ing. Dr. techn. Friedrich Idam - einen Sachverständigen für Ortsbildpflege und Denkmalpflege sowie UNESCO-Beauftragter für das Weltkuturerbe Altstadt Salzburg. Das von diesem verfasste Gutachten stellten das Komitee dem Bürgermeister und den Parteien des Gemeinderates zur Verfügung. Das Gutachten kommt zu dem Schluss:
Ein Umbau der Kösslmühle ist nur soweit denkbar, als dabei ihr äußeres Erscheinungsbild nicht berührt und auf die Errichtung sonstiger baulicher Anlagen in deren Umfeld generell verzichtet wird. Weitergehende Maßnahmen würden das verhandene Erscheinungsbild des Ensembles Traunuferverbauung, wie es im Sinne der Ortsbildpflege gelegen ist, empfindlich stören. Die Beibehaltung der gegebenen Baufluchtlinien stellt dabei eine wichtige Maßnahme zum Schutz des Stadtbildes im Bereich des Ensembles Traunuferverbauung dar.
An der Erhaltung der Kösslmühle in ihrer derzeitigen Gestalt und deren Einbindung in das charakteristische Gepräge des Orts- und Landschaftsbildes des Ensembles der Traunuferverbauung besteht öffentliches Interesse
.

(Der volle Wortlaut und das Bildmaterial des umfangreichen Gutachtens findet sich im Abschnitt "Dokumente unserer Arbeit".)